Anläßlich der Kohlen-Demo vom März 1997 fand wie jedes Jahr eine weitere Demo
der Motorradfahrenden Bergleute statt. Der Corso startete am 31.07.99 vom
Bergwerk Hugo in Gelsenkirchen und führte durch Bonn, mit anschließender Party
im Westerwald. Es war eine gelungene Aktion.

Berichte der Presse sind hier zu lesen.

Bilder des Corsos und der Party findest du hier.


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PS: Wenn du noch schöne Fotos hast, kannst du diese hier zeigen. Bitte per Email an Georg


Bonner Generalanzeiger 02.08. 1999

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Der Ministerpräsident und die " Fördermaschine "

Motoradcorso Biker erinnern an die Kohle-Demo vor zweieinhalb Jahren

So ganz geheuer schien Ministerpräsident Clement die "Fördermaschine"nicht zu sein. Kein Wunder,denn mit dem Haifisch-Gebiss am Lenker und den diversen Schildern an Kühler und Auspuff sah die 16 Jahre alte Honda V 65 ziemlich bedrohlich aus. Als der Politiker sich schließlich doch auf den Sattel der Maschine schwang, ulkte ein Kumpel: "Sie beißt nicht,sie schluckt gleich!"

Im Corso mit rund 1800 weiteren Motorädern war die "Fördermaschine" am Samstag gegen 12 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem Museum vorgefahren. Mit der spektakulären Aktion wollten die Kumpel und ihre Sympathisanten an die Kohle-Demo im März '97 erinnern. Damals hatten sich die Kumpel für einen faireren Abbau der Subventionen stark gemacht. "Wir haben heute bewußt Bonn gewählt, weil wir damals auch hier gekämpft haben", so der Betriebsratsvorsitzende des Bergwerks "Ewald/Hugo", der die damalige Demo veranstaltet hatte.

Clement würdigte das Engagement der Bergleute: "Ohne euch wäre es damals nicht gelungen, den Kompromiss in der Kohlefinanzierung hin zu bekommen." Bundeskanzler Schröder und Finanzminister Eichel hätten ihm zugesagt, daß sich auch die neue Bundesregierung an die getroffenen Absprachen halten werde. Der Bergbau sei mit seinem Subventionsabbau bis zum Jahr 2005 ohnehin vorbildlich. Er hoffe, daß sich die deutsche Fördertechnologie im Ausland durchsetze. Clement: "Das wäre ein bedeutender Beitrag zum Umweltschutz."

Ein Lob zollte Herzmanatus der Bonner Polizei: "Sie sitzt oft zwischen den Stühlen und muss alles ausbaden." Während der etwas heiklen Demonstration im Frühjahr '97 sei eine persönliche Beziehung zwischen den Kumpels und den Ordnungshütern geknüpft worden, die sich auch darin zeige, daß Polizeipräsident Dierk Henning Schnitzler am Samstag zu der Kurz-Kundgebung gekommen sei. "Das sollte man auch mal öffentlich machen."

 

 

 

 

 

 

 

Bonner Express 03.08.1999

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Landesvater Clement ließ den heißen Ofen fauchen

Ministerpräsident Wolfgang Clement war beeindruckt von den schweren Maschinen, die am Samstag durch Bonn rollten. 2000 Biker aus dem Ruhrgebiet und Saarland machten mit beim Motorradcorso über die Reuterstraße zum Kunstmuseum.

Aufgerufen zur Demo Hatten die Biker der Zeche Hugo. Die Bergarbeiter wollten an dir große Kohle-Demo vor zwei Jahren und 111Tagen erinnern. Am Museum sprach Clement zu den Bikern. Anschließend durfte er selbst eine der Maschinen testen.

 

 

Rhein-Sieg Anzeiger

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Motorradcorso der "Kumpel" hatte das Kunstmuseum zum Ziel

Clement: An den fossilen Brennstoffen festhalten

Polizeipräsident Dierk Henning Schnitzler war die Ruhe selbst: "Sie sind jetzt in Höhe Auerberg", vermeldete er nach Rücksprache mit einem Kollegen. Gemeint war der große Motorradcorso, mit dem etwa 2000 Motorradfahrer aus dem Ruhrgebiet und dem Saarland, die "2 Jahre und 111 Tage danach" nach der großen Kohledemo in Bonn feiern wollten. Eben Feiern: "Es ist heute keine politisch delikate Demonstration, die den Einsatz vieler Beamter nötig machen würde", sagte der Polizeipräsident. Sammelplatz des motorisierten Trosses, den wie in den Jahren zuvor die Biker des Bergwerks Hugo und Beamte der 13 BPH aus Bonn organisiert hatten war der Rastplatz Siegburg von dem aus es zum Kunstmuseum ging, wo sich auch der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Wolfgang Clement die Ehre gab.

Gut gelaunt präsentierte sich der "Landesvater" fotowirksam auf zuruf eines "Kumpels" auch auf der "Fördermaschine", einer Honda der besonderen Art mit vorne angebrachtem Gebiss, Grubenlampe und anderen Accessoirs. Danach gab es auch ernstere Töne zur Sache: Der vor 2Jahren auch durch die Kundgebung erreichte Kohlekompromiss, so Clement, müsse -bei allen Schwierigkeiten -bis 2005 gelten.
"Bundeskanzler Schröder und Finanzminister Eichel haben mir zugesichert, daß der Beschluss auch unter der neuen Bundesregierung bestehen bleibt", so verkündete der Ministerpräsident. Es sei vernünftig, an den fossilen Brennstoffen festzuhalten, betonte er. Dabei müsse 2002 noch eine Hürde genommen werden: Um die rechtlichen Grundlagen auch bei der europäischen Kommision durchzusetzen, sind noch einige Diskussionen nötig".

Besonders würdigte der Betriebsratsvorsitzende von Ewald/Hugo die Unterstützung der Bonner Polizei während der Demo im März '97. Aus der zusammenarbeit in der "heißen " Zeit habe sich eine echte Freundschaft entwickelt, betonte er gegenüber Schnitzler. Und an Clement gewandt appellierte er: "Wir kämpfen für Sie; bitte handeln Sie genauso".

Etwa vierzig Minuten währte der Besuch der Biker in Bonn. Danach ging es nach Niederbreitbach im Westerwald zu einer riesen Party.

 

Nach Hause...